„Nanotechnologie: Chance oder Risiko"
Die CDU Markdorf und die Mittelstandsvereinigung der CDU des Bodenseekreises führten bei der Wagner in Markdorf gemeinsam am 30. März 2010 eine Veranstaltung zum Thema „Nanotechnologie: Chance oder Risiko" durch.
Prof. Dr. Johannes Boneberg, Nanoforscher der Universität Konstanz, zeigte an verschiedenen Beispielen den Stand der rasanten Entwicklung in diesem Bereich auf.
Wie Prof. Dr. Johannes Boneberg dastellte, ist die Nanotechnologie ein modernes Gebiet der Forschung im Grenzgebiet zwischen Physik, Chemie und Biologie. Sie beschäftigt sich mit Strukturen die tausendmal feiner sind als der Durchmesser eines menschlichen Haares. Neueste Forschungsergebnisse zeigen, dass dort völlig neue Möglichkeiten für vielfältige Anwendungsmöglichkeiten bieten. Insbesondere findet man, dass sich verschiedene Eigenschaften der Materialien mit ihrer Größe verändern. So können sich beispielsweise die chemische Reaktivität oder die optischen Eigenschaften im Nanometerbereich stark mit der Größe verändern. Damit sollte es möglich werden mit bekannten Materialien bisher unbekannte Funktionen zu erreichen. Daher bietet die Nanotechnologie Chancen für jeden Hochtechnologiestandort. Allerdings müssen die in der Forschung erreichten Ergebnisse auch in Produkte umgesetzt werden, wozu vielfältige technische Probleme zum Beispiel bezüglich neuer Produktionsverfahren aber auch bezüglich der Haltbarkeit zu lösen sind. Dabei tritt die Schwierigkeit auf, dass viele Ingenieure die in den Firmen tätig sind, nicht auf dem Gebiet der Nanotechnologie ausgebildet sind. Das Nanozentrum Euregio Bodensee (NEB) das an der Universität Konstanz angesiedelt ist, dient als lokaler Ansprechpartner für Fragen zur Nanotechnologie in der Region.
Die regionale Presse meinte dazu:
Schwäbische Zeitung
aktualisiert von Michel Veysseyre, 12.04.2010, 18:10 Uhr |